FAQ

– Fragen rund um Sterben, Tod, Trauer und Vorbereitung

Wen rufe ich im Todesfall an?

Laut Gesetz sind alle, die eine:n Verstorbene:n finden, verpflichtet, eine:n Ärzt:in zu informieren, der die Leichenschau durchführt und den Totenschein ausstellt.

Das Wichtigste auf einen Blick

  • Todesfall im Hospiz/Krankenhaus/Pflegeheim:
    Eigener Anruf entfällt. Bitte die nächsten Ansprechpartner:innen vor Ort informieren. Die Institutionen haben klar definierte Abläufe im Todesfall.  
  • Sterbefall zu Hause:
    Zuerst den behandelnden Arzt anrufen. Falls der nicht erreichbar ist, den kassenärztlichen Bereitschaftsdienst informieren.
  • Entdeckung einer fremden verstorbenen Person:
    Bei ungeklärten Todesumständen die Polizei (110) anrufen.
  • Bei Unsicherheit, ob die Person noch lebt:
    Nur im Notfall die Feuerwehr (112) anrufen. Die schicken einen Notarzt.

Woran erkenne ich eine:n gute:n Bestatter:in?

Einige Grundsatzfragen als Entscheidungshilfe

  • Bei welchem:r Bestatter:in fühle ich mich fachlich und menschlich gut aufgehoben?
  • Wer bezieht meine Familie und mich mit ein, damit wir eigene Ideen in die Bestattung und Trauerfeier miteinbringen können?
  • Wer handelt bedürfnisorientiert und zeigt mir auch unkonventionelle Möglichkeiten?
  • Welche:r Bestatter:in ist mir persönlich empfohlen worden – und warum?
  • Wer redet offen über die Preise der Bestatterleistungen?

Alles, was du im Vorfeld geklärt hast, entlastet dich und dein Umfeld im Todesfall. Um nicht den:die nächstbesten Bestatter:in zu nehmen, ist es ratsam, sich umfassend zu informieren. Lass dich von unseren Blogbeiträgen inspirieren, was alles möglich ist, um Bestattungen und Trauerfeiern zu tröstlichen Erinnerungen werden zu lassen.

Vielleicht hilft dir bei der Bestatter:innenwahl auch die Sicht der Bestatterin Lea Gscheidel auf das, was ein gutes Bestattungshaus auszeichnet. 

Kann ich wegen Trauer krankgeschrieben werden?

Trauer ist keine Krankheit. Doch die Symptome der Trauer können arbeitsunfähig machen. Die Auswirkungen auf Körper, Geist und Seele nach dem Tod eines nahestehenden Menschen sind vielfältig. Trauer kann zu Konzentrationsschwierigkeiten, Unruhe und Lethargie führen oder Traumata und Schockzustände auslösen. Trauerverarbeitung braucht Zeit. Krankschreibungen oder Sonderurlaub im Trauerfall sind essentiell, um wieder zu Kräften zu kommen und die neue Lebenssituation zu gestalten. Auch die Folgen unterdrückter Trauer verursachen Arbeitsausfälle und Krankentage.

Möchtest du wissen, wie Führungskräfte, Mitarbeiter:innen und Kolleg:innen gut mit Trauer am Arbeitsplatz umgehen können?

Dann schau dir Annes Video-Interview mit dem Trauerbegleiter und Fachbuchautoren Thomas Achenbach an oder lies mehr zum Thema in unserem Blogartikel „Kann ich wegen Trauer krankgeschrieben werden?“.

Erste Schritte bei einem plötzlichen Pflegefall

Zunächst solltest du klären, wie umfangreich der Pflegebedarf ist. Beginne mit den Krankheiten, deren Folgen und der medizinisch notwendigen Versorgung. Auch den Zeitaufwand für Arzttermine, Therapien oder andere Unterstützungsangebote solltest du notieren.

Wenn du dir einen Überblick über die Gesamtsituation verschaffst, wird schnell klar, wo sofort Hilfe gebraucht wird und welche Betreuung nach Krankenhaus- oder Reha-Aufenthalten nötig ist. Als pflegende:r Angehörige:r musst du nicht alles allein organisieren: Beziehe alle betroffenen Personen mit ein, um abzustimmen, was Priorität hat und wer welche Aufgaben übernimmt.

Wie wirkt sich der Pflegeaufwand auf dich und deine Familie aus? Gibt es Handlungsbedarf im häuslichen Umfeld, z.B. bei Treppen, Stolperfallen oder schlechter Beleuchtung?

Erste Informationen über die Beantragung des Pflegegrades, die Entscheidung über die Pflegeform, die Aufgaben der Angehörigen und die Klärung der Finanzierung im Pflegefall haben wir in unserem Artikel „Erste Schritte beim plötzlichen Pflegefall“ zusammengestellt.

Wie ist das mit den Würmern?

Wenn jemand stirbt, hört das Herz auf zu schlagen. Der Tod verändert alles – im Innen und im Außen. Die körperlichen Prozesse geraten außer Balance. Totenflecken entstehen. Und ab einem bestimmten Zeitpunkt setzt die Totenstarre ein. Im Magen-Darm-Trakt verändert sich der Nährboden für Bakterien und Pilze. Die Verwesung beginnt. Durch Kühlung lässt sich der Prozess verlangsamen. Doch sobald der Leichnam in der Erde ist, nimmt die Natur ihren Lauf.

Keine Angst: Der Sarg wird so tief in die Erde eingelassen, dass man dort keine Würmer oder Maden findet, die sich über die sterblichen Überreste eines Menschen „freuen“. Dafür sorgen Bakterien, Mikroorganismen, Milben, Pilze – und das Wasser. Das hat uns die Bestatterin Lea Gscheidel in ihrem Artikel „Wie ist das mit den Würmern?“ verraten.

Schau einfach, welche Bestattungsform sich für dich stimmig anfühlt. Leg am besten im Vorfeld schriftlich fest und besprich mit dein en Zugehörigen, ob du dir eine Erdbestattung oder eine Feuerbestattung wünschst.