Selbst Bestatten

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charonstochter
Bestatterin

Eine Bestattung selbst organisieren

Selbst bestatten – wozu braucht man eigentlich Bestatter? Ich will im Folgenden mal ein Gedankenexperiment machen. Ganz unabhängig davon, ob es sinnvoll für einen ist oder nicht, eine Bestattung selbst durchführen zu wollen, will ich diese Option mal durchdenken:
Die Profession des Bestatters ist noch gar nicht so alt. Noch vor 200 Jahren wurden Beerdigungen von Tischlern, Fuhrleuten, Pfarrern und natürlich der Familie durchgeführt. In keinem deutschen Bestattungsgesetz steht, dass man einen Bestatter beauftragen muss. Der Grund, weshalb man ohne dennoch nicht auskommt, ist eigentlich banal: In fast allen Bundesländern dürfen Leichen nur in zugelassenen Leichenwagen transportiert werden und einen Leichenwagen kann man derzeit nicht leihen, wie einen Mietwagen. In urbanen Gebieten gibt es zwar Fuhrunternehmen, die arbeiten aber nicht für Privatmenschen.

Die zweite Engstelle ist die Kühlung, wobei man da auf die Kühlung im Krematorium oder ggf. auf dem Friedhof ausweichen könnte. Und der Sarg, der meist auch nicht an Privatmenschen verkauft wird. Den könnte man auch aus den Niederlanden z. B. bestellen oder selbst bauen oder einen Tischler beauftragen.

Wenn ich noch konkreter darüber nachdenke, würde man vermutlich auch im Krankenhaus ein Problem kriegen, da viele Krankenhäuser sagen: Wir geben Verstorbene nur an Bestatter raus. Das ist zwar eigentlich nicht rechtens, aber durchaus üblich. Sollte man eine Einäscherung wollen, könnte es sein, dass das Krematorium sich wundert. Wenn alle Papiere in Ordnung sind, sollte das eigentlich kein Problem sein, aber ich weiß noch von niemandem, der das probiert hat. Man kann also zusammenfassend sagen. In der Theorie ist es möglich – in der Praxis nicht.

Anregungen, was du selbst machen kannst, findest du hier.