Die Küche meiner Oma

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Anne
Bohana

Die Wohnung noch einmal fotografieren

Schwierigkeit: Mittel  |  Arbeitsaufwand: ca. 1 Stunde

Vor einigen Jahren habe ich auf dem Handy im Vorbeilesen einen Bericht über eine Fotografin aufgeschnappt, die Wohnungen kurz vor der Auflösung noch einmal fotografiert.

Ich bin unglaublich dankbar dafür, dass ich per Zufall über diesen Artikel gestolpert bin und dadurch die Wohnung meiner Oma nach ihrem Tod rechtzeitig noch einmal festgehalten habe.

Ich kann es nur empfehlen, die Bilder zu machen oder vielleicht auch machen zu lassen, von einem Fotograf, den ihr gut kennt und dem ihr vertraut, mit dem Raum und der Idee eine schöne Erinnerung zu schaffen.

Anleitung

Einmal kurz durchatmen, die Tür aufschließen und noch einmal durchatmen. Die Wohnung ist ein ganz emotionaler Raum, diesen auflösen zu müssen erfordert ganz viel Kraft. Ihn loslassen zu müssen ist nach der Bestattung der nächste große Abschied. Man muss entscheiden was geht, was bleibt, was wird verteilt.

Versuch dich zu erinnern, wie du die Wohnung kennengelernt hast und halte sie genauso fest. Die Schuhe, die immer unter dem Küchenstuhl standen, das Sofakissen, das immer schief gelegen hat. Es sind die kleinen Details, die wertvoll sind. Versuch sie mit der Kamera einzufangen oder einem vertrauten Menschen genau zu schildern, welche Erinnerung du gerne visuell festgehalten haben möchtest.

Du brauchst

  • Ein bisschen Mut/gute Freunde
  • Eine Kamera oder ein Handy

Bohana-Tipp

Jeder nimmt einen Raum mit seinen eigenen Sinnen wahr. Wenn es deine Kraft zulässt, empfehle ich dir, die Bilder selbst zu machen oder den Fotografen, die Fotografin zu begleiten. Der Qualitätsanspruch und die Selbsteinschätzung sind hier jedoch sehr wichtig. Es sind Bilder, die man nach der Wohnungsauflösung nicht mehr machen kann, ein:e Fotograf:in liefert in den meisten Fällen die technisch bessere Qualität. Falls es dir gerade zuviel ist, dich darum zu kümmern. Wir haben schon ein paar Fotografen in unserem Netzwerk.