Sebastian Rühl und Ingrid Elyas

Kurzbeschreibung

Sebastian Rühl: Seit 1991 führe ich eine eigene Psychotherapeutische Praxis. Durch die langjährige Krebserkrankung und den Tod meiner ersten Frau 2015 habe ich begonnen, mich mit Tod und Abschied noch intensiver zu beschäftigen als ich das über meine Arbeit und den Tod meiner Eltern zuvor schon begonnen hatte. Nach dem Tod meiner ersten Frau war das ganze Familiensystem unserer damaligen Patchworkfamilie festgefahren, sodass es in diesem System keinen Raum mehr für Veränderungen gab.

Zunächst habe ich versucht, das alte Familiensystem zusammenzuhalten, ohne zu begreifen, welche Dynamiken in diesem System gewirkt haben. Jedoch wurde es immer spürbarer für mich, dass ich in diesem System gerade durch meine Bemühungen festgehalten wurde und meine eigene Weiterentwicklung hin zu neuer Lebendigkeit dadurch immer mehr ausgebremst worden war.

Ich habe mich bewusst für Veränderung entschieden und wollte mein altes Familiensystem in diese Veränderung mitnehmen. 2021 habe ich mich neu verliebt. Ingrid und ich haben inzwischen geheiratet. Alles Neue fand in dem alten System keinen Platz, meine neue Frau nicht und ich selbst auch nicht mehr. Ich begriff langsam, dass der Tod meiner verstorbenen Frau nicht nur ein Abschied von ihr war, sondern darüber hinaus zugleich den Abschied von meinem damaligen Familiensystem bedeutete.

Website Sebastian Rühl: www.praxis.sebastian-ruehl.de

Ingrid Elyas: Ich war bereits sehr früh – vorgeburtlich – mit dem Tod konfrontiert und bin seit jeher damit beschäftigt, mehr über diesen Teil des Lebens zu ergründen und einen guten Umgang damit zu finden. Das habe ich allerdings erst in meinen Erwachsenenjahren vollumfänglich begriffen. Immer wieder kamen Erwachsene und Kinder aus meinem Umfeld zu mir, um mit mir über den Tod zu sprechen. Meine Gedanken dazu waren ihnen wichtig oder konnten sie beruhigen.

Zwischen meinem 19. und 26. Lebensjahr starben meine Eltern, beide Großmütter und ein Großvater. Mein Urgroßvater wurde noch im Hausflur aufgebahrt, jetzt jedoch sprach niemand über unsere fünf Toten in nur acht Jahren.

Mein Vater verbot mir, bei der Beisetzung meiner Mutter zu weinen, was natürlich nicht funktionierte. Damals war ich 20. Meine Großmutter fand es peinlich, dass ich am Grab ihres Mannes, meines Opas, weinte. Was sollten denn die Leute denken? Ja, was denn wohl?

Damals fasste ich den Entschluss: Ich werde einen Beitrag in meiner sozialen oder therapeutischen Arbeit leisten, damit Menschen eine Sprache und einen Ausdruck für das Unfassbare, das Unaussprechliche finden.

Ich bin 1964 im Oberharz geboren. Die Reise zu mir selbst ist noch nicht abgeschlossen. Ich sehe mich als Lernende.

Die gemeinsame Arbeit mit meinem Mann Sebastian bereichert, freut und fordert mich heraus. Mögen wir den Menschen, die zu uns kommen, Halt und Anker sein dürfen.

2023 haben wir ein Konzept für Gruppen-Psychotherapie für Trauernde entwickelt. In unserer Gruppentherapie nehmen wir unter anderem Grundgedanken in abgewandelter Form von Elisabeth Kübler-Ross, Chris Paul oder Jorge Bucay auf. Wir arbeiten mit systemischen Interventionen, Techniken aus der Traumatherapie, mit unbewussten ungelösten inneren Konflikten und der inneren Abwehr von dem, was schmerzt.

Website Ingrid Elyas: www.herz-anker-raum.de
Mail: Ingrid.elyas@herz-anker-raum.de

Visitenkarte

Sebastian Rühl und Ingrid Elyas
Christophstraße 34, 72072 Tübingen

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Telefonnummer 0173 522 0550 (Sebastian Rühl)

So ist das hier

Wir sind Mann und Frau, Psychotherapeut und systemische Therapeutin. Auch an unseren Häusern hat der Tod schon öfter angeklopft. Wir sind selbst betroffen durch unsere eigenen Trauerbiographien. Unsere Arbeit ist getragen von gemeinsamem Suchen, Entdecken neuer Wege und einem offenen Miteinander voller Mitgefühl und Herzlichkeit. Auch nach über 30 Jahren Beratungs- und Therapiearbeit sind wir immer wieder tief berührt von den Einblicken in die ganz unterschiedlichen Lebensgeschichten und Lebensentwürfe der Menschen, die wir begleiten.

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