
Wir sind eines der wenigen alternativen Bestattungsunternehmen und eines der ganz wenigen, die mobil in ganz Deutschland unterwegs sind. Immer wieder kommt die Frage: Wie kann das funktionieren, wenn ihr eine lange Anfahrt habt? Kostet das nicht viel? Seid ihr schnell genug da? Könnt ihr uns überhaupt richtig begleiten?
Ja, können wir.
Erste Schritte: Zuhören, Orientierung und gemeinsame Planung
Wenn wir gerufen werden, haben wir zuerst Zeit und ein offenes Ohr am Telefon. Wir hören zu: Wer ist gestorben? Wie war das? Was braucht es jetzt?
Gemeinsam überlegen wir die ersten Schritte: Wann kommen wir? Wohin fahren wir? Wen treffen wir vor Ort?
Wir besprechen, ob die verstorbene Person noch einmal nach Hause geholt werden soll oder welcher Ort sich für das Versorgen, Waschen und Ankleiden eignet – das kann auch der Sterbeort sein, also Krankenhaus oder Pflegeheim. Wer möchte dabei sein? Wer möchte mithelfen? Soll es eine Hausaufbahrung geben und welche Orte kommen dafür infrage?
Selbstverständlich verschicken wir einen Kostenvoranschlag.
Versorgung und Abschied: Individuelle Entscheidungen und mögliche Orte
Wir klären gemeinsam, wo eine Versorgung stattfinden kann und wer dabei sein möchte. Ob Zuhause, im Krankenhaus oder im Pflegeheim. Wir gestalten den Abschied so, wie es für die Zugehörigen stimmig ist.
Der Sarg: Handarbeit, Naturmaterialien und ein Ort mitten im Leben
Wenn alles geklärt ist, fahren wir zuerst nach Röllingsen auf den Gemüsehof. Dort stehen in einem kleinen Raum unsere schönen Kiefernholzsärge. Begrüßt werden wir vielleicht vom Hofhund, von Schwalben, Gärtnerinnen oder Kindern.
Hier – mitten im Leben – schlagen wir den Sarg mit Biobaumwolle aus, für genau diese Person, die gerade gestorben ist. Unten hinein kommen duftendes Röllingser Heu und Hobelspäne.

Los geht´s: Organisation und Formalitäten im Bestattungswagen:
Mit dem Sarg und allem, was wir für die Versorgung und die Begleitung brauchen, machen wir uns in unserem Bestattungswagen, der nachtblauen Ellie, auf den Weg.
Je nach Fahrtdauer führen wir unterwegs bereits Telefonate – mit Krankenhaus, Friedhof oder Standesamt – um Formalitäten zu klären.

Vor Ort: Zeit, Ruhe und heilsame Versorgung
Angekommen lernen wir uns persönlich kennen und gehen gemeinsam zu dem Menschen, der gestorben ist. Oder wir bringen die verstorbene Person nach Hause.
Es gibt Raum für Gespräche und Fragen. Gemeinsam versorgen wir die Tote oder den Toten ganz in Ruhe. Dafür nehmen wir uns viel Zeit, denn wir wissen, wie heilsam dieser Liebesdienst ist: für die Toten und für die Zugehörigen.
Abschied gestalten: Aufbahrung, Feier und Mitgestaltung
Wenn die Verstorbene gut versorgt ist und fürs Erste genug Zeit bei ihr verbracht wurde, können wir in Ruhe besprechen, was jetzt ansteht:
- Wie lange soll die Aufbahrung dauern?
- Wer möchte sich verabschieden und sollte benachrichtigt werden?
- Später, manchmal am nächsten Tag oder auch am Telefon geht es um Fragen,
die die Feier betreffen:- Wie könnte der Ablauf einer Feier und der Beerdigung aussehen?
- Welche Wünsche hatte die verstorbene Person?
- Welche Ideen haben die Zugehörigen?
Begleitung über längere Distanzen: Präsenz, Bereitschaft und Nähe
Wenn es länger dauert oder weiter weg ist, suchen wir uns eine günstige Unterkunft, sind jederzeit ansprechbar und kommen, wenn es nötig ist. Wir sind in Bereitschaft.
Kosten und Entfernungen: Transparenz und faire Konditionen
Wenn jemand gestorben ist, gibt es zunächst nichts zu eilen. Es ist in der Regel genug Zeit, damit wir auch längere Strecken fahren und dennoch rechtzeitig da sein können. Vieles klären wir telefonisch, bevor wir losfahren.
Unsere Preise liegen im mittleren Bereich, auch bei größeren Entfernungen. Gefahrene Kilometer berechnen wir über eine Anfahrtspauschale. Wenn eine Übernachtung nötig ist, suchen wir eine günstige Unterkunft, die wir in Rechnung stellen.
Begleitung als Herzstück: Zwei Menschen, ein Abschied, volle Aufmerksamkeit
Begleitung ist uns sehr wichtig und nimmt einen großen Teil unserer Arbeit ein. Wir sind mit ganzem Herzen dabei.
Wir begleiten immer zu zweit. Von Anfang an, bis zur letzten wichtigen Tätigkeit und bis zur letzten Frage, die vielleicht erst Wochen später kommt. Für uns gibt es immer nur diese eine Bestattung.
Mobil arbeiten: Freiheit, Wahlmöglichkeiten und individuelle Bestattungskultur
Mobil zu arbeiten gibt uns die Freiheit, unsere Arbeit dorthin zu bringen, wo sie gebraucht wird – unabhängig von Entfernungen. Für Menschen, die sich eine intensive und persönliche Begleitung wünschen, bedeutet das: Sie können frei wählen.
Über die Autorinnen

el alma Bestattung & Begleitung
Als ein junges Bestattungsunternehmen, das bundesweit mobil unterwegs ist, kommen wir dorthin, wo wir gebraucht werden: nach Hause oder an einen anderen Sterbeort.